Für Organisationen die heute Microsoft 365 nutzen
89 % halten digitale Souveränität für entscheidend.
Aber nur 12 % tun etwas.
Nicht aus Bequemlichkeit. Sondern weil der Weg dorthin bisher ein Migrationsprojekt war und ein Migrationsprojekt scheitert an Leuten, Geld und genau der Abhängigkeit, die es auflösen soll.
Diese Seite beschreibt, warum dieser Weg nicht der einzige ist.
77 % abhängig von digitalen Diensten
53 % nennen Vendor Lock-in als Hürde
1 - Die Lage
Fast alle wollen es.
Fast niemand tut es.
Die A1 Business Studie 2026 hat 300 Entscheider in Betrieben ab 50 Mitarbeitenden befragt. Das Ergebnis ist ungewöhnlich eindeutig — und ungewöhnlich widersprüchlich.
Der Befund
Die Abhängigkeit ist bekannt
77 % bezeichnen sich als stark oder eher abhängig von digitalen Technologien. 43 % erwarten, dass diese Abhängigkeit in den nächsten zwölf Monaten weiter zunimmt.
Der Wille
Und er ist ernst gemeint!
Sieben von zehn halten digitale Souveränität für wichtig, 40 % für sehr wichtig. 89 % sehen sie als entscheidend für die Zukunftssicherheit des eigenen Unternehmens.
Die Realität
12%
So viele haben eine Strategie tatsächlich umgesetzt. Weitere 54 % sind in Planung oder Umsetzung. Der große Rest hat gar nicht erst angefangen.
Es scheitert nicht am Wollen. Es scheitert daran, dass der einzige bekannte Weg ein Migrationsprojekt ist.
2 - Warum es nicht passiert
Drei Hürden.
Eine gemeinsame Ursache.
Dieselbe Studie fragt auch nach den Gründen. Die drei meistgenannten Hürden wirken zunächst wie drei verschiedene Probleme. Sie sind es nicht.
Personal, Geld, Lock-in. Alle drei sind Folgen derselben Annahme: dass Souveränität bedeutet, etwas Bestehendes abzulösen. Eine Ablösung braucht ein Projektteam, sie braucht Budget für den Parallelbetrieb während der Umstellung, und sie scheitert an genau den Verflechtungen, die man loswerden wollte.
Wer die souveräne Umgebung daneben aufbaut und laufend mit seinen Identitäten, Dateien und Gesprächen füllt, hat keine dieser drei Hürden!
3 - Warum das Thema nicht weggeht
Was Sie nicht kontrollieren,
kontrolliert jemand anderes.
Abhängigkeit ist abstrakt, solange nichts passiert. Diese vier Vorgänge sind dokumentiert und nachprüfbar.
Der Preis
Wird ohne Sie festgelegt
Zum 1. Juli 2026 hebt Microsoft die Listenpreise für die gewerblichen Microsoft-365-Pläne an, je nach Plan zwischen rund 9 und 25 Prozent. Angekündigt wurde das im Dezember 2025. Verhandelt wurde darüber nicht.
Der Zugriff
Unter Eid: keine Garantie
Im Juni 2025 wurde ein Microsoft-Vertreter vor einem Untersuchungsausschuss des französischen Senats gefragt, ob er garantieren könne, dass Daten französischer Bürger bei einer rechtmäßigen US-Anordnung nicht herausgegeben würden. Seine Antwort: „Non, je ne peux pas le garantir.“
Nein, das kann ich nicht garantieren. Der Abschaltfall
Microsoft hat abgedreht
Im Februar 2025 verhängten die USA Sanktionen gegen den Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs. Sein Microsoft-Konto war danach gesperrt; er wich auf einen Schweizer Anbieter aus. Ein Jahr später musste Microsoft eine Aussage vor dem britischen Unterhaus korrigieren: Sein Vertreter hatte dort erklärt, nicht Microsoft, sondern der Gerichtshof habe die Abschaltung entschieden. Microsoft bat das Parlament, das Protokoll zu berichtigen. Der Gerichtshof steigt inzwischen auf eine europäische Open-Source-Lösung um.
Die Rechtslage
Der CLOUD Act kennt keine Grenzen
US-Unternehmen müssen Daten auf behördliche Anordnung herausgeben — unabhängig davon, wo diese physisch liegen. Ein Rechenzentrum in Europa ändert daran nichts, solange der Betreiber US-Recht unterliegt.
Das beschreibt, wenn eine zentrale Fähigkeit des Unternehmens jemand anderem gehört.
4 - Der Ansatz
Souverän heißt nicht:
ein anderer Anbieter statt Microsoft.
Wer Microsoft durch einen einzelnen europäischen Anbieter ersetzt, hat die Abhängigkeit verschoben, nicht aufgelöst. Souveränität entsteht dort, wo die Entscheidung reversibel bleibt.
Multi-Vendor
Die Identität liegt bei Ihnen
Ein Nutzer wird einmal zentral angelegt und auf alle Zielplattformen provisioniert. Die Identität wohnt damit nicht mehr im System des Anbieters. Ein Wechsel ist eine Provisionierung — kein Migrationsprojekt, das über Quartale läuft.
Multi-Protokoll
Die Gespräche gehören Ihnen
Der Client spricht mehrere Protokolle und bindet über offene Föderation weitere Systeme an, statt ein neues Silo zu bauen. Jedes Gespräch läuft auf der Sicherheitsstufe, die es braucht — Offenes über offene Wege, Vertrauliches über abgeschirmte, Ende-zu-Ende verschlüsselte Kanäle.
Der Unterschied ist nicht, wo die Server stehen. Der Unterschied ist, ob Sie morgen noch entscheiden können, wo sie stehen sollen!
5 - Der Umstieg
Kein Stichtag. Kein Umbau.
Keine Migration.
Die souveräne Umgebung entsteht neben dem Bestand, nicht an dessen Stelle. Sie verschieben nichts — Sie stellen etwas daneben und entscheiden später, wer wie viel davon nutzt.
Was Sie gewinnen — ab Tag eins
- Ein abgeschirmter Kanal für vertrauliche Gespräche, den heute in vielen Häusern private Messenger übernehmen
- Eine Identitätsschicht, die einen Anbieterwechsel zur Provisionierung macht. Das ist zugleich Ihre Exit-Strategie
- Ein zweiter, unabhängiger Kommunikationsweg, der einen Ausfall des Hauptanbieters übersteht
- Ein belegbarer Umsetzungsstand statt einer Absichtserklärung
Was Sie nicht aufgeben
- Microsoft 365 bleibt, solange Sie es wollen und läuft unverändert weiter
- Keine Migration von Postfächern, Teams oder Ablagen
- Keine zweite Oberfläche, die alle lernen müssten
- Kein Stichtag, an dem etwas kippen könnte
Sie müssen sich nicht zwischen Microsoft und Souveränität entscheiden. Sie müssen sich nur die Entscheidung offenhalten.
6 - Der Zeitpunkt
Die Rechtslage arbeitet
gerade für Sie.
Der EU Data Act ist seit dem 12. September 2025 anwendbar. Er richtet sich ausdrücklich gegen Wechselhürden bei Cloud-Diensten.
Ab 12. Januar 2027
Wechselentgelte entfallen vollständig
Bis dahin dürfen Anbieter nur noch die unmittelbar anfallenden Wechselkosten verrechnen. Danach gar keine mehr. Wer den Wechsel technisch vorbereitet hat, kann ihn dann ohne finanzielle Reibung vollziehen.
Was das praktisch heißt
Vorbereitung schlägt Eile
Der Gesetzgeber räumt die kommerzielle Hürde ab. Die technische Hürde — verflochtene Identitäten und Daten ohne Ausgang — räumt er nicht ab. Genau die lässt sich vorher auflösen, ohne dass Sie heute irgendetwas verlassen müssten.
7 - HÄUFIGE FRAGEN
Müssen wir Microsoft 365 aufgeben?
Nein, und das ist der Kern des Ansatzes. Microsoft 365 bleibt Ihr Primärsystem und läuft unverändert weiter. Die souveräne Umgebung tritt daneben. Sie entscheiden pro Nutzer, wie viel davon jemand tatsächlich nutzt — und Sie können diese Entscheidung jederzeit ändern, in beide Richtungen.
Ist das nicht einfach ein anderer Lock-in?
Die Frage ist berechtigt und der Test dafür ist einfach: Wie kommen Sie wieder raus? Weil die Identitäten zentral geführt und auf Zielplattformen provisioniert werden, ist ein Wechsel weg von uns derselbe Vorgang wie ein Wechsel zu uns. Die Kommunikation läuft über offene Protokolle und Föderation, nicht über ein proprietäres Format. Wenn das nicht stimmt, ist das Versprechen wertlos — fragen Sie im Gespräch konkret danach.
Wir haben kaum Leute für Projekte. Wie viel Aufwand ist das?
Auf Ihrer Seite sind es fünf Entscheidungen: Zugang zum Tenant für die Anbindung, die Festlegung der Anmeldewege, die Auswahl einer Pilotgruppe, die Zuordnung der Stufen je Nutzer und ein Termin für die erste Probe. Kein Projektteam, keine Migrationsplanung, keine Datenübernahme.
Was kostet das zusätzlich zu unseren bestehenden Lizenzen?
Die Verrechnung folgt Nutzerstufen. Wer die souveräne Umgebung täglich nutzt, kostet mehr als jemand, für den nur der Kontext gespiegelt wird, und der wiederum mehr als ein reiner Notfallzugang. Weil Sie die Stufen pro Nutzer zuordnen, skaliert der Aufwand mit dem tatsächlichen Bedarf und nicht mit der Kopfzahl. Konkrete Zahlen hängen an Ihrem Nutzerprofil.
Wo liegen die Daten?
Sie wählen das Betriebsmodell: im eigenen Rechenzentrum, in einer EU-souveränen Cloud, hybrid mit Verwaltung in der Cloud und Daten im Haus, oder vollständig abgeschottet ohne Verbindung nach außen. Der Funktionsumfang ist in allen vier Modellen derselbe.
Reicht ein europäisches Rechenzentrum von Microsoft nicht aus?
Der Speicherort ist nicht das entscheidende Kriterium, sondern das anwendbare Recht. US-Anbieter unterliegen dem CLOUD Act auch dann, wenn die Server in der EU stehen. Das ist keine Auslegung, sondern die erklärte Position des US-Justizministeriums — und ein Microsoft-Vertreter hat vor dem französischen Senat genau deshalb keine Garantie geben können.
Unsere Leute arbeiten seit Jahren mit Teams. Müssen sie umlernen?
Nur wer will. Die überwiegende Mehrheit arbeitet weiter wie bisher; für sie läuft die Spiegelung unsichtbar im Hintergrund. Nur der Kreis, der bewusst im souveränen Client arbeitet, sieht eine andere Oberfläche — und bleibt dabei für alle Teams-Nutzer sichtbar, anrufbar und einladbar.
Was ist mit unseren Partnern und Kunden außerhalb des Hauses?
Für die ändert sich nichts. Nutzer der souveränen Umgebung bleiben über die Teams-Anbindung erreichbar. Darüber hinaus lassen sich über offene Föderation weitere Messaging-Systeme anbinden, statt für jede Gegenstelle ein eigenes Werkzeug zu betreiben.
Wie lange dauert die Einführung?
Das hängt vom Datenbestand ab und lässt sich seriös erst nach einer Bestandsaufnahme sagen. Wichtiger für die Planung ist ohnehin, dass keine der Phasen einen Stichtag hat: Der Betrieb läuft die ganze Zeit weiter, auch während die Spiegelung noch aufbaut.
Wir haben schon eine Souveränitätsstrategie. Wo passt das hinein?
Meist bei der Frage, die in solchen Strategien am längsten offen bleibt: die Kommunikation. Fachanwendungen lassen sich schrittweise verlagern, weil sie klar abgegrenzt sind. Kommunikation ist überall gleichzeitig — Identität, Chat, Mail, Dateien, Telefonie hängen aneinander. Genau deshalb steht sie in vielen Fahrplänen am Ende. Der Parallelbetrieb dreht diese Reihenfolge um.